Zajda

Zajda, m. / f. (ostslowak. Dialekt; Ungar.: "batoho"): Tragetuch zum Transportieren verschiedener Dinge bzw. zum Tragen von Kindern.

Die Ecken der Tücher, die fast ausschließlich von Frauen getragen wurden, wurden vor der Brust zusammengebunden. Die Ehefrauen von Schmieden transportierten darin Hufeisen, Ketten, Klammern etc. – die von ihrem Ehemann hergestellten Waren – von Dorf zu Dorf. Das Essen, das die Frauen im Tausch gegen ihre Waren und die verschiedenen Dienstleistungen – Kehren der Höfe, Äste abschneiden, Hausarbeit, Öfen reinigen – bekamen, wurde auch in der zajda verwahrt.

In der westlichen Slowakei trugen die Frauen hingegen einen noša / nuša (Korb) auf ihren Rücken. [Servika-Roma]

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