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"Mahrimos" bei den serbischen Kalderaš

Erklärt von Dragan Jevremović
Duration: 01:20
Source: Phonogrammarchiv, Austrian Academy of Sciences, B 39533 (excerpt, abridged); recorded by Mozes F. Heinschink in Vienna.
Date: 1990

Mahrime sî kuća kaj sî čačuji bući, avel varesar. Aj pêkelime kaj sî, so samo dikhla le vareso. Kothe šaj arakhês jek razlika. Či tromal te nakhêl pa jek čokano, pa jek kat, pa jek –, kê amnjal kê pêkelil ći bući, akana naj te pićal khanči kothar te perel po čokano. Kodja sî bući mahrime kaj šaj kak borořja te mahrin le vasur, te lja kak drza kaj khosel tele lasa o patos aj khoslja peskê vasur, ili lel kak sosća vaj te lel kak podja, kak drza, atunč šaj mahrin le vasur. Ali kodo vaso varesar amende maj but či chaladjol. Atunč vo aśilo mahrime maj but, samo šaj te śudes les, kê našti chaladjol, ek šêl bêrš te chalaves, aśilo mahrime.

"Mahrime" ist jenes, was sich tatsächlich abspielt, so kann man das interpretieren. "Pêkelime" ist wiederum, was irgendjemand nur gesehen hat. Dort findest du den Unterschied. Eine Romni darf nicht über einen Hammer, über eine Schere steigen, über –, denn es scheint, sie verunreinigt (pêkelil) diese Sachen, natürlich tropft dort nichts nach unten und fällt auf den Hammer. Man spricht von "mahrime", wenn etwa eine junge Bori Essgeschirr verunreinigt, wenn sie dieses mit einem Tuch abwischt, mit dem sie den Boden aufwischt oder mit einer Unterhose oder einem Schuhfetzen das Kochgeschirr abtrocknet, dann verunreinigt sie das Kochgeschirr. Dieses kann man dann bei uns nicht mehr durch Abwaschen reinigen. Das Kochgeschirr bleibt weiterhin "mahrime", du kannst es nur noch wegwerfen, denn du kannst es nicht reinigen. Hundert Jahre kannst du es waschen, es bleibt "mahrime"!